Projekt:

 

Umbau und Erweiterung im Denkmalschutz

 

Bauherr:

 

Kommunale Immobilien Management der Stadt Iserlohn

 

Architekt:

 

KIM Iserlohn - Frau Schumacher

 

Bearbeitet:

 

2007-2009

 

Leistungen:

  • Tragwerksplanung
  • Wärmeschutz
  • SiGeKo
  • Brandschutz

 

Das mindestens seit 1473 bestehende, einst als Wasserburg gebaute Haus Letmathe hat eine wechselvolle Geschichte. Im Verlauf von über 500 Jahren wurde Haus Letmathe häufig aus- und umgebaut. Heute beheimatet das 2009 nach der umfassender Sanierung wieder eröffnete Haus Letmathe die städtische Bücherei und das städtische Museum mit folgende Ausstellungsschwerpunkte:

  • Landwirtschaftliches Gerät und bäuerliches Kulturgut
  • Werdegang und Erzeugnisse der Letmather Industrie
  • Letmather Verkehrsgeschichte
  • Vertreibung und Integration in Letmathe

 

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stand vor der Sanierung viele Jahre lang leer, bis es dann von der Stadt Iserlohn aufgekauft wurde. In der Zeit des Leerstandes waren an einigen Stellen Wassereinbrüche zu verzeichnen gewesen, die erst sehr spät entdeckt und beseitigt wurde.

Das Gebäude besteht aus Bruchstein Außen- und Fachwerk Innenwänden. Die Lehmweller Decken waren, wie auch viele Fachwerkwände waren durch Pilze und Insekten auf Grund der Wassereinbrüche geschädigt. Einzelne Deckenbalken waren gebrochen und viele Balken- und Sparrenendauflager durch Schädlingsbefall nicht mehr tragfähig. In enger Abstimmung zwischen Architektin, Tragwerksplanung und den Denkmalbehörden in Iserlohn und Münster wurde ein Sanierungs- und Reparaturkonzept mit kontrolliertem Heizluftverfahren und Mikrowelle erarbeitet, sowie angemessenen Eingriffe in der Tragsystem umgesetzt, um die hohen Lastanforderungen einer Bibliothek und eines Museums zu erreichen.
Die haupttragende Innenwand im Gewölbekeller hatte zu Zeiten der Wasserburg eine Holzpfahlgründung, die inzwischen verrottet war. Unter der über 1m dicken Wand war eine Freilage von über 7m Länge und etwa 50 cm Höhe entstanden. Bei der Freilegung wurden Gründungsreste von einer alten Siedlung vor 1400 gefunden. Hier wurde daraufhin die Sanierung der Gründung in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und dem Archäologen des LWL entwickelt und ausgeführt.